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Nahrung 10 – Glyphosat im Urin

Glyphosat im Urin

(150 Minuten lesen und schauen)

Dieses Thema wollte ich schon seit geraumer Zeit vorstellen, weil selbst in meinem Bekanntenkreis von diesem Zeug kaum einer gehört hatte, obwohl das Zeug bereits seit einigen Dekaden weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

In fast jedem Unkrautvernichtungsmittel ist Glyphosat enthalten und kann für den Hausgebrauch in jedem Bau- und Pflanzenmarkt gekauft werden. In der industriellen Landwirtschaft wird Glyphosat mehrfach pro Erntezyklus eingesetzt, erstmal vor der Aussaat, damit die Felder nicht mehr umgepflügt werden müssen und zweimal vor der Ernte, damit bei der eigentlichen Ernte kein Unkraut mehr auf dem Feld steht.

Da die normalen Nutzpflanzen bei diesem Chemieeinsätzen ebenfalls eingehen würden, hat meine Lieblingsfirma „Monsanto“ diese Nutzpflanzen mittels Genmanipulation vor diesem Gift resistent gemacht.

Leider ist diese Gen ein Transmutagen, das Bedeutet, dass dieses Gen von den Monsanto-Pflanzen in die Gene der normalen „Unkräuter“ mit eingebaut werden, womit diese dann wiederum selbst gegen das Unkrautvernichtungsmittel resistent werden und man noch mehr Glyphosat einsetzen muss, um dagegen anzukämpfen. In den USA soll es einige Flecken geben, auf denen das Unkraut gewonnen hat, weil es mittlerweile vollständig immun gegen das Gift ist. Das Schlagwort war hier (glaube ich) „Teufelskraut“, aber ich hab den Fernsehbericht noch nicht auf YouTube gefunden, aus dem ich diese Information hab, hab dazu allerdings auch noch nicht anderweitig recherchiert.

Jedenfalls scheint es nun aufzufallen, dass dieses Zeug nicht grade gesundheitsfördern ist, so wird hierzulande seit einigen Jahren das Milchvieh krank, was mit Glyphosat behandelte Futtermittel zum Fressen bekommen hat und deren Nachwuchs zeigt vermehrte körperliche Deformationen.

Da nach rund 30 Jahren Einsatz von Glyphosat es kaum noch eine Nutzpflanze gibt, die nicht mit diesem Zeug behandelt wurde, sollte es keinen wundern, dass dieses Gift in fast allen Lebensmittels enthalten ist. Mehrere Studien haben bewiesen, dass Glyphosat bei den meisten Bundesbürgern im Urin nachzuweisen ist. Auch bei denen, die sich einbilden, dass Sie sich gesund ernähren!

Grenzwerte oder Kennzeichnungspflicht Fehlanzeige. Zudem wurde dieses Wundermittel immer gleich für 10 Jahre in der EU zugelassen, dieses Jahr läuft die Zulassung aus, aber ich vermute, dass diese ohne Einwände um weitere 10 Jahre verlängert wird. Aber es ist ja normal, dass es solche Themen nicht in die Tagesschau schaffen. Monsanto Deutschland geht jedenfalls davon aus, das die Verlängerung kommen wird: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Unternehmen/Glyphosat-ist-kein-Auslaufmodell_article1433887319.html

Ich fange bei den Videos mit der letzten (und aktuellsten) Dokumentation an, die ich zu diesem Thema kenne. Hier wurde von jährlichen 6.000 Tonnen Glyphosat gesprochen, die alleine in Deutschland versprüht werden. Tendenz schon jetzt steigend, mit TTIP wird dieses Thema noch dramatischere Auswirkungen zeigen, die jetzt natürlich noch niemand wahrhaben will.

Arte – „Tote Tiere Kranke Menschen“ (45 Minuten)

Dass dieses Thema nicht wirklich neu ist, zeigt die nachfolgende Reportage des ZDF, die schon zwei Jahre vorher von den Missbildungen an Kindern in Argentinien berichteten. In dieser etwas älteren Reportage wurde sogar von 15.000 Tonnen Glyphosat pro Jahr in Deutschland gesprochen. In dieser Reportage wird auch etwas genauer auf die Zulassung von Stoffen eingegangen und wie die zuständigen Behörden mit diesem Thema umgehen. Zu dem Thema „Zulassungen von Stoffen“ ist auch die ARTE Dokumentation „Unser täglich Gift“ zu empfehlen, die ich in dem Artikel „Aspartam in Kaugummis“ verlinkt hatte.

ZDF – Zoom – „Das stille Gift“ (29 Minuten)

Die nachfolgende Reportage legt den Schwerpunkt auf die betreffenden Genmanipulationen, die die Pflanzen vor den Giften schützen sollen. Hier wurde auch auf die 24.000.000 Hektar in den USA aufmerksam gemacht, die wegen giftresistenter Unkräuter für die Landwirtschaft nicht mehr nutzbar sind. Vermutlich wird auch hier die Tendenz eher steigend sein und mit zeitlichem Versatz wird dieses Problem vermutlich auch auf unseren Feldern auftauchen.

ARD – EinsFestival – „Propagandaschlacht um die Gentechnik“ (44 Minuten) (11.08.2015 – Video wurde gelöscht, hoffe den richtigen Betrag wiedergefunden zu haben)

Kurze Anmerkung noch zu der letzten Reportage:

McDonalds hatte schon vor geraumer Zeit bei der Fütterung seiner Hühnerprodukte auf Genfutter umgestellt um die Herstellungskosten pro Burger um 0,1 Cent zu drücken, aber zu diesem Thema hatte ich bereits einen Artikel ausgearbeitet. Siehe Gen-Burger bei McDonalds

Hier eine kurze 3SAT-Reportage in der sich auch mal Monsanto zu Wort meldet, allerding sollte jedem klar sein, dass die sich nicht hinstellen werden und sagen, dass es da eventuell Probleme mit Ihren Produkten geben könnte.

3SAT – „Gift auf dem Acker“ (7 Minuten)

Hier sind mal zwei Werbespots des besagten Monsanto-Produktes, nur um zu zeigen, das es in der Werbung immer so schön ausschaut, solange man nicht hinter die Fassade schaut. Nicht besonders informativ, aber ich hab die Vids gefunden und denke, dass diese in meinen Artikel reinpassen.

Monsanto – Werbung 2013 „RoundUp Ready PLUS“ (1 Minute im englischen Original)

Monsanto – Werbung 2015 „RoundUp Ready PLUS“ (1 Minute im englischen Original)

In meinem Artikel über Monsanto hatte ich bereits die nachfolgende Dokumentation verlinkt, diese passt aber ebenfalls in diesen Artikel. Als zusätzliche Information zum freiwillig schauen.

ARTE – „Tödliches Spiel mit Gift und Genen“ (110 Minuten)

Letztendlich ist das auch nur eins von den Dingen, an denen wenige sich auf Kosten aller Menschen ohne Ende zu bereichern. Bis die Schäden tatsächlich nachweißbar sind, haben sich die Verursacher schon lange in die ewigen Jagdgründe verabschiedet und die nachfolgenden Generationen haben dann den ganzen Spaß.

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