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Unsere Medien #4

The Interview

(25 Minuten mehr lesen als schauen)

Ist eigentlich nur ein einfacher Spielfilm. In diesem geht es wohl darum, dass zwei amerikanische Journalisten ein Interview mit Kim Jong-un, dem nordkoreanischen Diktator, führen dürfen. Vor Abreise werden diese wohl zusätzlich vom CIA angeworben, um ein Attentat auf diesen Diktator zu verüben. So, oder so ähnlich, soll die Handlung dieser Komödie sein.

Nach offizieller Darstellung sind deshalb die Machthaber in Nordkorea so angepisst, dass sie eine „Cyber-Attacke“ gegen den Mediengiganten „Sony“ gestartet haben sollen, bei dem, unter Anderem, das Drehbuch von nächsten „James Bond 007“-Film „geklaut“ worden sein könnte.

Sony hat dann die Premiere von „The Interview“ abgesagt.

Hier bei den „Tagesthemen“ von 19.12.2014 zusammengefasst (4 Minuten)

[Nachtrag 25.01.2015: Dieses Video wurde gelöscht, leider nicht wiedergefunden]

 

Wie sagt Präsident Obama? Da ist Schaden entstanden? 200.000.000$? Wie viel Werbung kann man denn noch machen, für einen Film, der eigentlich eine so langweilige Handlung besitzt, die in zwei Sätzen zusammen gefasst werden kann?

Naja, in dem man einige Tage später bekannt gibt, dass man den Film dann doch in die Kinos bringt.

„Tagesschau“ vom 23.12.2014 (1 Minute)

 

Und der Patriotische US-Bürger wird sich diesen Film nun ansehen, „weil man sich den Terroristen nicht beugen darf“!

Mit Sicherheit wird dieser Film, dank der tollen Werbung, mehr als die 200.000.000$ einbringen!

Nordkorea hat zum einen aber diesen Angriff vehement abgestritten (worauf ich allerdings auch nicht allzu viel gebe), aber zum anderen das FBI aufgefordert, eine gemeinsame Untersuchung dieses Vorfalles durchzuführen. Dass im nordkoreanischen Staatsfernsehen dem EIGENEN Volk Stärke gezeigt wird ist seit Jahren bekannt, genauso, wie die leeren Drohungen.

„Deutsche Welle“ vom 20.12.2014 (4 Minuten)

 

Letztendlich bezweifele ich die ganze Geschichte, weil ich nicht glaube, dass die Machthaber in Nordkorea so bescheuert sind, einen Krieg wegen eines Filmes anzuzetteln.

 

Ich hab mal eine kleine Anfrage an Google gestellt und bin auf folgenden Link gestoßen: http://www.golem.de/news/sony-hack-die-dubiose-ip-spur-nach-nordkorea-1412-111314.html

 

Die von dem FBI ermittelten IP-Adressen stammen wohl von Servern, die rund um die Welt verteilt sind, aber nicht einer steht davon in Nordkorea, aber zwei Server in den USA, einer davon wohl sogar in New York! Und wie in dem Artikel frage auch ich, warum wurde dieser Server, der ebenfalls für andere Spamattacken verantwortlich gemacht wird, vom FBI, nicht vom Netz genommen?

Die verwendete Schadsoftware namens „WIPER“ ist wohl ebenfalls bei den medienwirksamen „Anschlägen“ 2013 in Südkorea, wie auch bereits davor gegen staatliche Erdölfirmen im Irak und Saudi-Arabien, eingesetzt worden.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf einen weiteren Artikel verweisen, auf den ich in den letzten Tagen aufmerksam wurde: http://nemetico.wordpress.com/2014/12/22/videoempfehlung-rebellunion-5-an-die-mitlaufer-der-pegida-und-erganzendes-nachwort/

Dort geht es um Agenturen, die Kampanien starten, die das „komplette Programm“ anbieten, unter dem Motto: „Sie brauchen Aufmerksamkeit, wir machen die Nachrichten dazu!“

 

Und wie gesagt: Sony brauchte hier gute Werbung, um einen schlechten Film zu verkaufen!

Das der weihnachtliche Kinomarkt in den USA heiß umkämpft ist, brauche ich nicht erwähnen, oder?

Und welcher Film startet Weihnachten 2014 von Disney?

 

Wünsche noch ein frohes Fest, Holliorc

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