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Geschichte #3

(100-150 Minuten schauen und lesen)

DU-Monition (Uranmunition)

Wikipedia schrieb am 18.09.2014 (http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition Hier nur sehr stark gekürzt!)

…Uranmunition, DU-Munition (von engl.: depleted uranium), ist panzerbrechende Munition, deren Projektile abgereichertes Uran enthalten. Aufgrund der hohen Dichte (~19,1 g/cm3) des Urans entfalten diese Geschosse beim Auftreffen auf das Ziel eine große Durchschlagskraft…

…im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt…

Herstellung

…Abgereichertes Uran fällt als Abfallprodukt bei der Anreicherung von Uran für die Energieerzeugung oder Waffenproduktion an…; …auf Grund dieser Tatsachen ist die Herstellung von Uranmunition im Vergleich z. B. zu Wolframcarbidmunition sehr günstig…

…Uran wirkt chemisch wie viele andere Schwermetalle und schädigt als Gift den Stoffwechsel der inneren Organe, vorwiegend der Nieren…

…erfüllt in diesem Fall außer eventueller Abschreckungswirkung keinen militärischen Zweck. Weiterhin kann Uranmunition auch Spuren von Transuranen wie z. B. Plutonium enthalten….

ist selbst ein Alphastrahler, dessen Strahlung Kleidung und Haut nicht durchdringt…

… Ein Kilogramm abgereichertes Uran erzeugt in einer Entfernung von einem Meter eine jährliche Strahlendosis von 1 mSv, das entspricht etwa einem Drittel der Aufnahme durch natürliche Quellen…

… manche Studien zeigen weit geringere Schäden durch niedrige Strahlungsdosen…


Naja, alles halb so wild, wenn man das so hier in Deutschland liest, aber wie sieht das tatsächlich vor Ort aus, z. B. Irak, wo laut Wikipedia 2003 innerhalb von 3 Wochen mindestens 1000 Tonnen davon verschossen worden?

Ein Berliner Arzt hat das auf einer Reise in den Irak untersucht. Ich bin mir nicht ganz sicher, wann diese Dokumentation entstanden ist, ich glaube das war zwischen den Golfkriegen, aber an dem Problem ändert das nichts.

Da weder zwischen den Golfkriegen oder aktuell der Irak eine Chance gehabt hat sich um die Hinterlassenschaften zu kümmern, kann ich mir vorstellen, dass das heute nicht viel anders aussehen wird. Wie auch im Irak wurden auch Länder wie Afghanistan (Vermutlich auch schon durch die Armeen der damaligen UdSSR) oder im damaligen Jugoslawien eingesetzt. Indien und Pakistan sollen sich damit auch schon in Ihren Grenzkonflikten beschossen haben. Vermutlich werden jetzt aktuell auch die Syrer damit beschossen.

Wie die USA mit ihren Hinterlassenschaften umgeht wissen wir seit dem Krieg in Vietnam, weder die US-Behörden, noch Monsanto (siehe dazu meinen Artikel zu Monsanto! Geschicht #2) haben bisher irgendetwas für die Hinterbliebenen und Geschädigten Menschen getan, geschweige denn, sich um die kontaminierten Böden zu kümmern.

Letztendlich ist und bleibt es nur eine „preiswerte“ Möglichkeit, sich seines atomaren Abfalls zu entledigen. Bei der Herstellung von 1kg angereichertes Uran, welches für Atomkraftwerke oder atomare Bomben verwendet werden kann, fallen knapp 11kg abgereichertes Uran an, welches man normalerweise in Endlagern deponieren müsste, weil dieses Zeug noch Milliarden von Jahre strahlen wird.

So, also hier nun die Dokumentation, die ich euch vorstellen wollte. Diese lief im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (WDR). Die Fernsehfassung dieser Dokumentation ist um die Hälfte gekürzt worden, vermutlich, weil die original Dokumentation einfach fürs Fernsehen zu lang und für den Zuschauer zu anstrengend war.

In meinem Artikel „Unsere Medien #1“ hatte Ken Jebsen bereits auf diese Dokumentation aufmerksam gemacht.

Hier der Link zu der langen Version der gezeigten Dokumentation, die ursprünglich den Namen „Todesstaub“ trug (95 Minuten):  https://www.youtube.com/watch?v=IeejRGgAKG0

„Die Kinder von Basra“ (45 Minuten)


Wenn man denkt, das wird nur dann eingesetzt, wenn unsere Armeen gegen den Terrorismus kämpfen, sollte sich auch noch diese Dokumentation ansehen, die auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief und sich mit einem Truppenübungsplatz in Sardinien beschäftigt, wo die Menschen, die dort von ihrer Arbeit leben, lieber schweigen, als auf das aufmerksam zu machen, was für ihre Kinder und Enkel eines Tages zu einem unlösbaren Problem wird, wenn es nicht bereits eines ist!

„Sardiniens tödliches Geheimnis“ (30 Minuten)

Nur so nebenbei, die Angesprochene Waffe „Kormoran“ wurde von MBB eigentlich für die Deutsche Bundeswehr entwickelt!

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